Bitte weitergehen, hier gibts NIX zu sehen! Hier gehts um mein Leben, Sein und Schein. Hauptsache lustig und bunt. Die große weite Welt und die Heimat. Philosophisches und Subtiles.
(Ähnlichkeiten mit Werken bekannterer Dichter sind rein zufällig.)
Vom Eise bedeckt sind Strom und Bäche.
Durch des Winters starren Blick, es geht weder vor noch zurück.
Im Tale gefriert die Saale.
Der Frühling, in seiner Schwäche
Zog sich nach Spanien zurück.
Von dort her sendet er, mitleidig lächelnd, nur
Ohnmächtig wärmende Strahlen
Vereinzelt über die verschneite Flur.
Aber der Winter duldet keine Sandalen,
Überall Schippen, Streusalz und Splitt gegen Eis
Und trotzdem bricht sich mancher den Steiß.
Doch an Streumittel fehlts im Revier,
Er empfielt ABS und Allrad, vier.
Kehre dich um, nach deinen Höhen
In den Norden zurück zu göhen.
Aus den Häusern wir müssen uns gewöhnen
Dringt laut ächzendes Stöhnen.
Niemand friert gern,ob Daheim oder im Hause des Herrn.
Sie sind alle vor Kalte erstarrt
Ob in Abflughalle oder auf Autobahn
Manch einer hat ausgeharrt
Und träumt von Frühling und Löwenzahn
Auf den Straßen quetschende Enge
Auf den Gehwegen spiegelglatt
Omas fallen auf den Hintern, haben’s satt
Sieh nur, sieh! Wie sich die Menge
Durch Schneewehe und Nebel sich schlägt
Der Mob auf dem Weg durchs Gedränge
So manch lustige Pirouette ihn trägt.
Und auf dem Weg ins Büro
Träumen wir von wärmeren Sphären
Und sind am Ziel dann dennoch froh
Uns mit Glühwein und Grog zu erwärmen.
Immerhin es ist erst Februar
Noch ganz am Anfang von diesem Jahr
Der Wetterbericht sagt, es wird kalt.
Und zum Glück macht der Winter vor niemand halt!
Verzweifelt jauchzet groß und klein:
Das kann doch nicht die globale Erwärmung sein!
(Tragödie, Dichter Nebel, Auszug aus den verschollenen Werken, um 1808)
